Mentales Training in der Kampfkunst:

Viele von uns sind vom blinden Meister begeistert, der ohne Augenlicht seine Gegner besiegt. Kan Shimozawa kreierte die Filmfigur des blinden Masseurs Tatoichi, der trotz seiner Behinderung ein ausgezeichneter Schwertkämpfer ist. Seine Wanderungen und Abenteuer wurden in 26 Filmen und über 100 TV Serien verfilmt und sind bei Martial Arts Fans auf der ganzen Welt beliebt. Auch Bruce Lee und James Coburn haben sich an dem Thema versucht.

Ich habe selbst einen Schüler, der blind ist und viel Judo praktiziert. Auch bei ihm konnte ich die Verlagerung der Gehirnkapazität von den Augen auf andere Sinnesorgane im Training beobachten.

Deshalb trainieren manche mit verbundenen Augen.

Im allgemeinen dient das mentale Training den Bereichen Konzentration, Motivation, Lageeinschätzung, aber auch Antizipation gegnerischer Handlungen, Planung eigener Bewegungsantworten. Die Ausbildung der Fähigkeit, spontan alles Erlernte aufzugeben und neu zu reagieren gehört zur absoluten Meisterstufe, die alle Musiker und kreativen Künstler anstreben.

Um einen Zustand von tiefer Ruhe und äußerster Klarheit zu erreichen, die eine solche Freiheit und Kreativität ermöglicht, wird Meditation in ruhigen, unbewegten Körperhaltungen trainiert.

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